Ende der Marokkoreise – Anfang der nächsten Reise – 16.02.2009 bis 12.03.2009

Wir sind ohne Probleme, ohne Sturm und Regen in Algeciras angekommen und übernachten, wie viele, auf dem Parkplatz vom nächsten Lidl.

Hier ist das Bier am billigsten, es gibt mal wieder Rollmops und Bratheringe und Senf-wer geht also alles dort einkaufen? Eben die deutschen Marokkofahrer auf ihrem Hin-und Rückweg, die sich hier noch ordentlich bevorraten. Unsere erste Nacht in Spanien.
Es ist überall hier an der Küste scheusslich. Durch ganze Plastikfolienstädte, die wir schon von der Hinfahrt kennen, gehen wir auf einen Stellplatz an der Küste, gut für eine Nacht. Dann steuern wir das wunderschön gelegene Heim von lieben Bekannten oberhalb von Malaga, in Competa, an. Wir hatten uns in Brasilien kennen gelernt, sie sind auf „Heimaturlaub“ und wir auf der „Heimreise“- eine gute Gelegenheit, sich im alten Europa zu treffen. Nach zwei Tagen herzlichster Gastfreundschaft fahren wir zum Cabo de Gata und verbringen dort in freier, herrlicher Natur ganz allein über den Klippen wunderschöne Tage mit traumhaften Sonnenuntergängen, die es übrigens in Compéta ebenfalls gab!
Aber Fasching-Sonntag naht und da muss man natürlich unters Volk und nicht mit den Klippen feiern.
Wir fahren wieder nach Aguilas, plötzlich ist der Campingplatz doppelt so teuer wie im November. Na, nu?
Sie schauen sehr indigniert, als ich ihnen sage, dass das Wucher ist! Nur wegen Fasching! Soviel Spanisch bekomme ich noch zusammen. Ausserdem ist der Platz sowieso nicht überfüllt, logisch.
Man kennt sich aus als Camper und steht verbotenerweise in den Dünen, wir auch. Wasser haben wir genug, die Polizei hat zur Faschingszeit mehr zu tun als die Camper zu verscheuchen.
Am Faschings-Sonntag stehen wir mitten in einem Wohngebiet in Aguilas, 10 Minuten vom Zentrum entfernt. Wir wollen nachts, nach dem großen Umzug, nicht mehr ewig laufen müssen. Perfekt! Um 17.30 Uhr sammelt sich langsam das erste Volk, bald muss man sich seinen Platz am Rinnstein sichern und dann geht es los, ca. vier Stunden lang!
Ein super Umzug, ideenreich, tolle Kostüme, tolle Stimmung. Nur die Musik ist natürlich für unsere empfindlichen Ohren sehr laut! Im Bett rauschen immer noch die Ohren.
Die Küste entlang geht es ohne große Umwege weiter nach Frankreich an den Canal du Midi mit seinen guten Stellplätzen und dem guten Wein, lose gekauft bei der Cooperative!

Nebenbei gehen schon zig emails hin und her, nach Kolumbien, in die Schweiz und nach Deutschland – die Planung läuft für unser nächstes Reiseziel auf Hochtouren.
Auf einmal kommt Stress auf: unser Sohn will aus der Wohnung ausziehen, Vater muss in der neuen auch noch bisschen helfen und wir wollen noch in die Schweiz.
Unsere Reise, die wir gemeinsam mit Markus aus Luzern und Volker aus Bayern machen wollen, muss beredet werden.
Jeder musste für sich „vor denken“, dann denken wir gemeinsam nach, wägen ab, sprechen alle möglichen Probleme, Kosten, die Organisation durch. Mit Volker treffen wir uns dann bei uns in daheim.
Am 12.03.2009 treffen wir zu Hause ein.

Volker und seine Inge kommen uns besuchen, Markus ist auch da.
Wieder denken, planen, abwägen, besprechen. Die Zeit drängt, denn ggf. müssen viele Visa eingeholt werden.
Nach der ganzen Zeit, wir sind schon alle perfekt wie Reiseleiter, steht fest, wie es weiter geht:

Volkers Ziel ist Deutschland – China/Tibet – Deutschland innerhalb eines knappen halben Jahres.
Markus‘ Ziel und unser Ziel ist erstmal Indien, die Reisedauer und Anschlußziele sind jeweils offen.

Wir könnten also alle gemeinsam nach Tibet fahren, Volker fährt zurück nach Deutschland, Markus und wir fahren über Nepal nach Indien, dann werden wir weiter sehen.
Diese Planung lassen wir fallen: bewachtes Reisen in China mit Reiseführer, politisch unsicher und sehr teuer.
Volker fährt allein nach China/Tibet und zurück.
Wir fahren letztendlich gemeinsam mit Markus erst nach SO-Asien und wollen dann nach Indien.
Unsere zwei Autos werden kostengünstiger in einem 40“-Container gemeinsam nach Malaysia verschifft.
In der Zeit, in der die Autos über die Meere gondeln, fliegen wir auf die Phillipinen und nach Singapore und holen dann unsere Autos in Malaysia wieder ab.
Dann fahren wir getrennt durch die Lande so weit und so lange die Herren Politiker uns lassen und es uns noch gefällt.
Dann werden wir weiter sehen.

Und damit ist die eine REISE NACH MAROKKO beendet und die nächste REISE NACH SÜDOSTASIEN schon wieder in vollem Gange!