Teil 1: Weihnachtsgrüße 2014

Ein kleiner Zwischenbericht zum Jahreswechsel 

Damit Ihr wisst, wo wir sind und warum ungeplanter Weise so schnell, hier ein kleiner Bericht, denn alles hat natürlich seine Gründe.

Das Ende unserer Reise in den Kaukasus und die Fahrt zurück nach Fürstenfeldbruck haben wir sehr zügig erledigt. Im nächsten Frühjahr werden dann auch unsere etwas ausführlicheren Berichte darüber im Internet stehen, manche von Euch erhalten sie schon etwas eher per mail wenn Interesse an einer eigenen Reise in diese Gegend besteht. Fragt uns danach einfach per mail.

Jedenfalls hatten wir auf einer total verrückten Piste im Kaukasus das Fahrgestell unseres Ford ruiniert und mussten es schweissen lassen. Unser Auto hatte ja schliesslich auch schon auf den ca. 4000km Piste in der Mongolei gelitten. Aber diese Strecke in Georgien hat sich dennoch gelohnt, die Landschaft und die Lage der Piste sind ausserordentlich schön!

Nach weiteren Pisten durch herrlichste Landschaft im Gebirge haben wir dann ein paar Wochen später festgestellt, dass auch die andere Seite geschweisst werden müsste. Das haben wir aber erst in Polen erledigen lassen.

Dann haben wir uns im Internet und bei unserem Kfz.-Meister über alles, was man in Deutschland in so einem Fall „tüv-konform“ machen müsste, schlau gemacht.

Bei doppeltem Rahmenbruch, auch wenn er inzwischen super geschweisst und verstärkt wurde, muss ein neuer Rahmen eingebaut werden. Kosten: um die 7000.-€!
Jetzt haben wir Mitte August.
Und wir mussten bis Ende September zum TÜV!
Also, haben wir uns gesagt, das Auto muss raus aus Deutschland bzw. der EU. Wohin? Verschiffen nach Übersee ist viel billiger wie ein neuer Rahmen.

Gehen wir doch nach Halifax/Kanada, schauen uns noch die Eisbären bei Churchill an und fahren dann durch die USA zum Überwintern nach Mexiko. Gesagt, getan bzw. gebucht: Fähre, Hotel, alle Bus,-Bahnfahrten und Flug usw.

Um ein Visum für Amerika zu beantragen fehlte uns die Zeit und so entscheiden wir uns für eine ESTA-Erlaubnis, die wir gleich per online in Angriff nehmen. Unsere Freundin, die in einem Reisebüro arbeitet, sagt, alles kein Problem. Es geht auch wirklich schnell, umgehend liegt die Einreiseerlaubnis per Rückmail vor- aber nicht für Uwe, obwohl er einen nagelneuen Pass hat! Seine Einreise wird ganz lapidar „nicht genehmigt“, Argumente gibt es seitens der USA nicht. Wir nehmen an, es liegt an unseren Reisen bzw. den dabei durchfahrenen Ländern der letzten fünf Jahre.
Es lebe der gläserne Mensch!

Was tun auf die Schnelle?
Erstmal natürlich alles, d.h. Verschiffung, Hotel, Bahnfahrt vom Hafen Hamburg nach Berlin, die Fahrt zurück nach FFB, den Flug nach Halifax, die bereits angeleierte KfZ.-Versicherung fürs Auto in USA/Kanada, wirklich alles muss storniert werden. Zum Verrückt werden!
Lassen wir also USA/Kanada aus und gehen direkt nach Mexiko.

Wir erkundigen uns bei verschiedenen Reedereien. Fast alle verschiffen nur noch per Container und das ist so richtig teuer.
Transcamion Logistik in München bietet uns dann den RoRo-Transport mit VW-Logistik nach Veracruz/Mexiko ab Emden an. Der Preis ist ok, ca. 1860.-€, also sofort buchen.

Wieder fängt das ganze Procedere von vorne an mit Hotel, Bus,-Bahn,-Flug und Auto umpacken! Schwere Winterkleidung ‚raus, mehr Sommerkleidung ‚rein usw. Ganz schnell, am Montag 29.09. müssen wir frühmorgens im Hafen von Emden sein und unser Auto abgeben. Die anderen Schiffe sind ausgebucht.

Was? Vor ziemlich genau vier Wochen sind wir doch gerade erst von Polen nach Deutschland eingereist?!
Am 25.09. fahren wir noch zu Freunden an den Rhein, dann den Rhein hoch nach Emden, eine letzte Nacht im Auto, am 29.09. geben wir es ab, am 20.10. soll es planmäßig in Veracruz ankommen. Wir hoffen auf ein gutes Wiedersehen.
Tief durchatmen-geschafft.
Nun fahren wir noch gleich zur Familie nach Berlin, zurück per Bus nach Hause und zu unserem Sohn und am 15.10. fliegen wir ab Zürich nach Veracruz. Wir wollen uns auch noch etwas erholen.
Und könnt Ihr Euch vorstellen, warum es in letzter Zeit keine Berichte mehr gab?
Und jetzt wisst Ihr auch alle, wo und warum wir hier sind.

In Mexiko! Was ja keineswegs eine Strafe ist.
Wie das ganze Procedere mit dem Zoll usw. lief, das erfahrt Ihr erst im ersten Mexiko-Bericht. Bisschen Spannung muss schliesslich sein!

Veracruz ist eine lebensfrohe Stadt mit Markthalle, vielen Parks, Musik-und Tanzveranstaltungen und einer sehr schönen Hafenpromenade, dem Malecón.
Inzwischen haben wir leider nur zwei Tage lang unsere Freundin in Mexiko City besuchen können.
Sind dann über San Miguel de Allende und Durango an den Pazifik gefahren. Im kleinen Nat.Park Sierra de Organos war es zwar sehr schön aber im Gebirge wurde es auch schon lausig kalt in der Nacht. Mit Wandern haben wir uns aufgewärmt.

Diese Zeilen schreiben wir Euch inzwischen von der Baja California, von der alle Amis und Kanadier glauben, dass sie vom letzten Taifun im September zerstört ist, man Not leiden muss oder umgebracht wird. Das hat den großen Vorteil, dass hier die Strände ziemlich leer und damit noch schöner sind. Allerdings, Internet gibt es hier keines.
Das wäre natürlich bei den asiatischen Technikfreaks gaaaanz anders. Aber es gibt Internet-Cafés in der nächsten Ortschaft, in Mulegé und von dort schicken wir Euch nun unseren kleinen Bericht.
Er ist gespickt mit ein paar Bildchen (die seht Ihr hier nicht, die findet man bald unter der Rubrik Fotos) und den besten Wünschen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel:

Viel Gesundheit, wunderschöne Feiertage mit der Familie und einem fein geschmückten Weihnachtsbaum. Der geht zumindest mir, Barbara, wie jedes Jahr, ganz schwer ab! Wir wünschen Euch, die alle zu Hause sind, nicht soviel Kälte aber ein herrliches Winter-Weihnachts-Schnee-Wetter!
Heisst dass Neue Jahr herzlich willkommen und schiesst für uns auch ein paar Böller und leuchtende Raketen ab. Hier konnte man bisher noch keine kaufen, (haben wir inzwischen auch aufgetrieben) so müsst Ihr zu Hause diesen Part für uns mit übernehmen.
Den Reisefreunden unterwegs wünschen wir, dass Ihr gesund bleibt, Euer „Rolling Home“ weiterhin so durchhält wie Ihr selbst auf den Pisten dieser Welt!

Und zum Jahreswechsel wünschen wir allen einen funkelnden Sternenhimmel, den keine Leuchtrakete ersetzen kann!

Viele liebe Grüße aus Mexiko von der Baja California / Bahia Concepcion / Playa Los Cocos,
bis zu einem Wiedersehen im nächsten Jahr, wo auch immer

von Barbara & Uwe

 

 

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