Georgien-2014

GEORGIEN       Stand Mai 2014

Generell:
Georgien ist schnell und relativ kostengünstig zu erreichen, wenn man die Fähre von Ancona nach Igouminitsa zwischen 01.Oktober und 01.Mai nehmen kann, ansonsten kostet die Fähre doppelt so viel. Man kann dann praktisch bis zur georgischen Grenze bei Hopa/Türkei durchgehend Autobahn fahren. Die Autobahnen sind praktisch leer.
Georgien hat eine andere Schrift. Wer das nicht kennt, tut sich anfangs etwas schwer, es ist aber absolut kein Problem. 1. sind Wegweiser und alle für den Touristen relevante Erklärungen, meist zusätzlich in lateinischer Schrift gehalten. Karten und Stadtpläne sowieso. Zur Reise mit dem Auto hat man dann seine eigene Navi-Karte. Also auch kein Problem. Es findet sich alles. Die Damen und Herren der Touristinformationen sprechen fast alle Englisch, manchmal sogar Deutsch. Der Tourist ist König!

Ein/Ausreise:
Für Georgien braucht man einen Reisepass, einen Kfz.-Schein. Für die Kfz.-Versicherung ist bei uns Georgien in der grünen Versicherungskarte mit drin (über ADAC versichert) . Danach hat aber auch niemand gefragt.
Das Auto kann 3 Monate im Land bleiben, die Person 365 Tage. Fährt man kurz in die Türkei und kommt zurück, gibt es wieder 3 Monate und 365 Tage.

Geldbeschaffung:
An der Grenze gibt es ATM’s, die aber nur wenig Geld „rausrücken“.
Wir sind gleich nach Batumi weiter, ca. 15-20km, und haben dort gezogen. Kostenfrei. Die meisten ATM’s kann man auf Englisch stellen.
In fast allen Städtchen gibt es sie. Wechselstuben gibt es auch, aber mit schlechterem Kurs natürlich. Zu unserer Zeit war der Kurs am ATM: 1.-€ = 2,38 Lari

Strassen/Verkehr:
Die normalen Landstrassen sind alle asphaltiert und in gutem Zustand. Die Strassen über Land in die kleineren Ortschaften und ausserhalb der Touristengruppen-Routen sind sehr oft Erdstrassen. Nicht generell für LKW geeignet!
Geht es ins Gebirge, nicht die ausgetretenen Turirouten entlang, wo die herrlichsten Landschaften zu finden sind oder fährt man in die Mittelgebirge mit viel Weide/Almwirtschaft, können die Pisten übelsten Zustand erreichen und 4×4 ist zwingend notwendig. Diese Pisten/Erdstrassen sind nur für Autos in „Sprintergröße“ zu befahren, LkW kommen nicht durch.
Die Pisten sind schmal, z.T. steil, die Brücken eng, Gegenverkehr kann zu einem großen Problem werden. Die Georgier fahren in diesem Gelände entweder Landcruiser (für Touristentouren) oder den guten, alten russischen UAZ-Bus, der überall durchkommt und die Größe eines niedrigen Sprinters hat.

Diesel:
Gibt es überall an Tankstellen. Tankstellen sind in allen Städten und in den Haupttälern im Kaukasus vorhanden. Tanken ist kein Problem. Fährt man Nebenstrecken, sollte man vorher unbedingt den Tank füllen. Bei uns hat der Diesel/Liter umgerechnet ca. 0,80 € gekostet.

Übernachten:
Wir haben auf Hotelparkplätzen, auf Parkplätzen bei Sehenswürdigkeiten, bei Kirchen, frei in den Tälern, an Feldrändern, bei Guesthäusern übernachtet (s.unsere Stellplätze). Es ist sehr preiswert bis kostenlos und sicher in Georgien. Wir hatten nie ein ungutes Gefühl!

Wasser:
Alles Wasser, das oben aus dem Gebirge kommt, d.h. wo keine Ortschaft mehr drüber liegt, trinken wir unbehandelt. Das Wasser in den Städten (z.B.Tiflis) aus Wasserleitungen oder von Tankstellen haben wir mit Silber (certisil argento) behandelt. Ansonsten gibt es Trinkwasser wie üblich in den Läden zu kaufen, haben wir aber nie gemacht. Größtenteils haben wir das Wasser pur und original getrunken. Übrigens Wasser: Das Bier schmeckt hier sehr gut, und vom Wasser „bekommt man Flöhe im Bauch“!

Internet:
In Batumi haben wir uns bei MTC (auf russisch gesprochen MTS) eine Internet-Sim-Karte gekauft. Sie funktioniert im ganzen Land, je nach Sonderangebot für ca. 15.-€/Monat/1-2GB.
Natürlich nur dort, wo es auch Antennenmasten gibt, die in der Regel aber zahlreich vorhanden sind. Wenn man vom Aquarium die Hauptstr. Rustaveli, Richtung Zentrum geht, findet man Ecke Konstantine Gamsakhurdia (am Park) den MTC-Laden. (s.auch unsere Stellplätz/Batumi)

Eintrittspreise:
waren sehr kostengünstig, in die alten Kirchen kostenlos, die kleinen angeschlossenen Museen haben einen kleinen Obolus verlangt.

Wetter:
Am Meer ist es angenehm warm. Im Gebirge muss man Glück haben oder etwas warten bis die Wolken an den 5oooern weg sind, was meistens gegen Abend und am sehr frühen Morgen der Fall ist. Bei Tiflis und die Weinanbaugebiete im Südosten ist es sehr heiß. Im Frühjahr und Herbst sind die Pisten im Kaukasus teilweise nicht befahrbar wegen Regen + Schnee.

Einkaufen/Lebensmittel:
Einkaufen auf den Märkten und in Supermärkten, in kleinen Geschäften ist auch kein Problem. Sehr gutes Obst und Gemüse, die Lebensmittel, wie Brot, Käse usw. entsprechen denen in Russland, sind aber auf dem Land einfacher. Die Bezeichnungen sind fast gleich der russischen Sprache. Das Bier ist sehr gut, der Wein nach unserem Geschmack teuer und miserabel. Es gibt alles zu kaufen auch im Hygienebereich. Zu Medikamenten können wir nichts sagen, haben wir nicht gebraucht.

Allgemein:
Georgien ist in unseren Augen ein super Reiseland: Sehr ursprünglich, mit herrlicher abwechslungsreicher Landschaft, mit wunderbaren Kulturschätzen. Ein Land, in dem man sich sicher und frei bewegen kann. Ein Land, in dem wir nur freundliche, hilfsbereite, aufgeschlossene Menschen getroffen haben, die auch nie versucht haben, uns beim Einkaufen z.B. auf Märkten, zu übervorteilen.
Wir haben uns in Georgien sehr wohl gefühlt.

Ein Gedanke zu “Georgien-2014

  1. Moin, Danke für die vielen Infos. Wir haben 2016 Türkei mit einen kurzen Abstecher nach Georgien gemacht. Dieses Jahr haben wir 4 Wochen in GE und AM.

    Zitat zu GE: „Zur Reise mit dem Auto hat man dann seine eigene Navi-Karte. Also auch kein Problem. Es findet sich alles“.

    Welche Navi-Karte? Ich finde nichts für mein Garmin.
    Bitte um einen Wink.
    Danke
    Wolfgang Mayer

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